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Franzose macht mächtig Dampf

Medienmitteilung vom 7. Juli 2017 1015 Uhr – Chrigel Maurer am 8. Red Bull X-Alps.

 

Fehlender Talwind und eine Inversion stoppten gestern Chrigel Maurer auf dem Weg zum fünften Kontrollpunkt auf dem Monte Baldo am Gardasee. Derweil profitierte sein direkter Verfolger Gaspard Petiot von idealen Verhältnissen über das Timmelsjoch, er hat Maurer fast eingeholt. Heute könnte ein sehr harter Arbeitstag für Maurer werden - zumal er von Knieproblemen geplagt wird.


So war das nicht geplant: Nach viel versprechendem Start am Monte Luca südlich von Merano geriet der führende Chrigel Maurer gestern schon vor Mittag im Bereich von Madonna die Campiglio in eine ausgesprochen stabile Wetterlage. Die fehlende Thermik verschlimmerte sich noch durch eine über dem Gardasee liegende Inversion. Nach einer heiklen Seetraversierung konnte Maurer in zweistündiger "Bastlerei" bis 300 Meter unter den Gipfel des Monte Baldo aufdrehen, wo er schliesslich landen und den restlichen Weg zum Wendepunkt zu Fuss aufsteigen musste. Die Situation verbesserte sich dann auf dem Weg Richtung Westen/Nordwesten nicht unbedingt, so dass am Lago di Ladro schliesslich Schluss war.


Im Ötztal und über das Timmelsjoch hatte der Zweite in der Zwischenwertung, Gaspard Petiot (F) wesentlich günstigere Verhältnisse, konnte gestern fast 200 Kilometer weit bis an den Fuss des Monte Baldo fliegen. Mit dem eingelösten Nachtpass stieg er die 2'100 Höhenmeter zur Kontrolltafel auf und konnte heute Morgen früh den Gardasee fliegend traversieren, so dass er bis auf neun Kilometer an Chrigel heran kam. Soeben ich Chrigel aber gestartet und konnte sofort wieder etwas Vorsprung gewinnen. Für Spannung ist heute also gesorgt.
Dahinter haben sich die Athleten zu einem Pulk zusammengeschlossen, liegen doch gleich acht Piloten innerhalb von sieben Kilometern. Gestern Morgen musste mit dem Italiener Aaron Durogati einer der Topfavoriten mit einer Meniskusverletzung die Segel streichen, und heute Morgen wurde reglementsgemäss der Letztplatzierte Claudio Heidel aus dem Rennen eliminiert.


Gibt es heute den Grosskampftag?

Gestern Abend war für Chrigel und sein Supporterteam Erholung angesagt: Schon um 19 Uhr gingen sie im warmen Lago di Ledro baden, gönnten sich danach in Strandnähe eine Pizza und gingen schon um 21 Uhr oberhalb von Bezzecca in einer ruhigen Waldlichtung schlafen. Auch heute Morgen eilte es dem Führenden nicht, begann er doch den Aufstieg zum Startplatz erst um 0630 Uhr. Heute könnte ein Grosskampftag werden. Er und sein Team hoffen, dass sie heute den mässigschlechten Flugbedingungen entfliehen können und im Veltlin bessere Thermik finden. Bis zum sechsten Kontrollpunkt, dem Matterhorn sind es noch rund 220 Kilometer. Die Wahrscheinlichkeit, dass er diesen heute erreicht, ist nicht gross. Zunächst gilt es, den aufdringlichen Gaspard Petiot im Auge zu behalten. Möglicherweise werden Maurer und Petiot bald gemeinsam Richtung Monaco weiterziehen.... 

 

 

 

 


 

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